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„plusminus“ deckt Missstände in Fleischindustrie auf

In der Sendung vom 17. April berichtete das TV-Wirtschaftsmagazin über gravierende Missstände in der Fleischindustrie. So erlitt ein rumänischer Werkvertragsarbeitnehmer in einem Schlachthof in Kellinghusen (Schleswig-Holstein) schwere Verletzungen durch einen Arbeitsunfall. Das Magazin sprach auch mit Daniela Reim von der mobilen Beratungsstelle Oldenburg. Sie bestätigte die Beobachtungen und machte deutlich, dass durch unzumutbare Arbeitsbedingungen in vielen Schlachthöfen das Risiko von Arbeitsunfällen hoch sei.

Die Sendung des NDR wird am Donnerstag, 18. April um 22:30 Uhr und am Samstag, 20. April um 15:30 Uhr bei tagesschau24 wiederholt. Zudem steht der Beitrag auf der Internetseite als Video zur Verfügung.

Link zum plusminus-Beitrag

Symbolbild (pixelio.de)

Beratungsstelle darf keine Flugblätter verteilen?

In einem Emsteker Schlachthof waren im vergangenen Jahr bei rumänischen Werkvertragsarbeitnehmern TBC-Fälle bekannt geworden, ein Arbeitnehmer verstarb an der Krankheit. Daniela Reim von der mobilen Beratungsstelle aus Oldenburg wollte deshalb im Dezember Informationen in der Landessprache verteilen, wurde aber vom Betriebsgelände verwiesen.

Wenig später erstattete der Schlachthofbetreiber Anzeige gegen Daniela Reim, wegen Hausfriedensbruch. Er bestritt, das Verteilen der Flugblätter sei Anlass für die Anzeige gewesen. Vielmehr habe man aus Sicherheitsgründen die Mitarbeiterin der Beratungsstelle aufgefordert, das Betriebsgelände zu verlassen. Dieser Aufforderung sei sie nicht nachgekommen.

Wie dringlich die umfassende Information der Werkvertragsarbeitnehmer/innen war, zeigen die TBC-Fälle. So war Mitte Dezember einer von ihnen gestorben, weitere waren an offener TBC erkrankt.


Brüder Kossen klagen Fleischindustrie an

Im August wandten sich Prälat Peter Kossen und sein Bruder Florian Kossen, Arzt in Goldenstedt (Kreis Vechta) mit schweren Vorwürfen gegenüber der fleischverarbeitenden Industrie an die hiesige Presse.

So berichtet Dr. Florian Kossen, dass fast täglich Arbeitsmigranten aus Rumänien, Bulgarien und Polen in seine Goldenstedter Arztpraxis kämen. Tätig seien sie in Großschlachthöfen in Wildeshausen, Ahlhorn und Lohne.
Ein großer Teil von ihnen sei völlig erschöpft durch lange Arbeitszeiten von sechs Tagen in der Woche und zwölf Stunden am Tag. Die Arbeits- und auch die Lebensbedingungen führten zu ständigen physischen und psychischen Druck.

Die Folge seien eine ganze Reihe von Krankheitssymptomen: von Überlastungsschäden im Bereich der Extremitäten und Wirbelsäule über psychovegetative Dekompensationen bis hin zu hartnäckigen Infekten durch mangelhafte hygienische Zustände in den Unterkünften und gesundheitswidrige Bedingungen an den Arbeitsplätzen.

Die vollständige Schilderung der Brüder Kossen sollten sie lesen, u.a. zu finden bei der NWZ Online

MdB Groneberg: Netzwerk-Forderungen finden in Berlin Gehör.

Die aktuellen Forderungen des Netzwerks für Menschenwürde in der Arbeitswelt (MidA) werden auch in Berlin diskutiert. Das konnte die Bundestagsabgeordnete Gabriele Groneberg am Mittwochabend im Gespräch mit Vertretern des Netzwerks mitteilen. Zurzeit sei ein Referentenentwurf aus dem Arbeits- und Sozialministerium in der Abstimmungsphase. Darin seien auch wesentliche Forderungen des Netzwerks enthalten, so Groneberg.Weiterlesen

Infostände in Cloppenburg, Lohne und Vechta

Am vergangenen Wochenende informierte das Netzwerk für Menschenwürde in der Arbeitswelt zeitgleich in Cloppenburg, Lohne und Vechta. An den Info-Ständen wurden unter anderem Postkarten verteilt. Die an Bundesministerin Andrea Nahles gerichteten Karten sollen auf den Forderungen des Netzwerks noch mehr Nachdruck verleihen.Weiterlesen

Neuer Forderungskatalog vorgestellt

Postkarte-A6Am 21. September haben Vertreter des Netzwerks den neuen Forderungskatalog der Presse vorgestellt. Nachdem sich durch die Einführung des flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns zumindest ein Stück weit Verbesserungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ergeben haben, war es an der Zeit, die 2012 vereinbarten Forderungen zu aktualisieren.Weiterlesen

Nächstes Treffen am 7. Juli

Mit der Einführung der flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns zum Jahresbeginn ist eine wesentliche Forderung des Netzwerks erfüllt. Auf der letzten Sitzung wurde aber deutlich, dass Unternehmen Tricks und Kniffe anwenden, um das Gesetz ganz oder teilweise zu umgehen. Zudem gibt es auf dem Gebiet des Werkvertrags(un)wesens noch erheblichen Handlungsbedarf.

Deshalb werden die Mitglieder des Netzwerks für Menschenwürde in der Arbeitswelt am Dienstag, 7. Juli, um 19 Uhr über ein aktualisiertes Positionspapier diskutieren.

NWZ berichtet: Wie es rumänischen Arbeitern auf dem Schlachthof ergeht

Unter dem Titel „Wir wurden behandelt wie Sklaven“ berichtet die Nordwest-Zeitung aktuell über unhaltbare Zustände auf einem Schlachthof in Oldenburg. „Sie arbeiteten bis zu 16 Stunden am Tag. Bezahlt wurden die Überstunden nicht – ungeachtet bestehender Gesetze.“ Und dann plötzlich die fristlose Kündigung des Anstellung, danach der „Wohnung“.Weiterlesen

Bilanz der Beratungsstelle MidA

Seit eineinhalb Jahren ist die ehrenamtlich geführte Beratungsstelle des Netzwerks für Menschenwürde in der Arbeitswelt (MidA) in Cloppenburg für osteuropäische Arbeitnehmer/innen tätig. Jeden Freitag Abend von 18-20 Uhr sind der Rechtsanwalt Johannes Brinkhus, Audra Brinkhus-Saltys (MidA) und die rumänische Übersetzerin Julia B. zur Stelle, um Arbeitnehmer/innen aus den Ländern Mittel- und Osteuropas zu helfen. Sie kommen wegen Problemen an der Arbeitsstelle. Hier in der Beratung erhalten sie rechtliche Informationen und werden bei der Durchsetzung ihrer Interessen unterstützt. Auf dem Treffen des Netzwerks am gestrigen Montagabend zog Audra Brinkhus-Saltys eine positive Bilanz.Weiterlesen

Netzwerktreffen 23. Februar

Das nächste Treffen unseres Netzwerks findet statt am Montag, 23. Februar 2015, um 19 Uhr in der Gaststätte Moorbachhof, Kolpingstraße, in Vechta.

Auf der Tagesordnung stehen folgende Themen:

  1. Situation und Entwicklungen seit Inkrafttreten des Mindestlohns
  2. Berichte von Aktivitäten der Mitgliedsorganisationen zum Thema
  3. Anfrage des ALSO-Zentrums Oldenburg bzgl. Zusammenarbeit
  4. Weitere Planungen des Netzwerks
  5. Verschiedenes & Termine