Seit 1. Januar gesetzlicher Mindestlohn

Ab dem 1. Januar 2015 gilt erstmals in Deutschland ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro je Stunde einheitlich in West und Ost. Basis ist das Mindestlohngesetz (MiLoG) vom 11.8.2014. Es gibt allerdings Ausnahmen vom Mindestlohn für einzelne Personen- und Beschäftigtengruppen (Jugendliche, PraktikantInnen, Langzeitarbeitslose, ZeitungszustellerInnen). Ferner sind für einen Zeitraum von maximal zwei Jahren Ausnahmen für Branchen zulässig, in denen allgemeinverbindliche Tarifverträge repräsentativer Tarifparteien bestehen, wie zum Beispiel auf den Internetseiten „www.mindestlohn.de“ zu lesen ist.

Quelle: DGB, mindestlohn.deNeben dem allgemeinen Mindestlohn bestehen – zum Teil seit vielen Jahren -Branchenmindestlöhne. Gesetzliche Grundlage ist zum einen das Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG), das die Festlegung von Mindestarbeitsbedingungen für grenzüberschreitend entsandte und regelmäßig im Inland beschäftigte ArbeitnehmerInnen durch allgemeinverbindliche Branchentarifverträge erlaubt. Zum anderen regelt das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) die Lohnuntergrenze für Leiharbeitsbeschäftigte. Außerdem gibt es Mindestlöhne auf Basis von Allgemeinverbindlicherklärungen nach dem Tarifvertragsgesetz. Aktuell bestehen für 18 Wirtschaftszweige branchenspezifische Mindestlöhne. Insgesamt arbeiten in diesen Branchen rund 4,6 Millionen Beschäftigte. Diese Mindestlöhne bewegen sich je Branche und regionalem Tarifgebiet zwischen 7,20 und 14,20 Euro.

Ausführliche Informationen zu dem Thema und Info-Flyer in verschiedenen Sprachen (u.a. Polnisch und Türkisch) gibt es unter www.mindestlohn.de

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1 Comments

  1. Antworten

    Der Schritt zum Mindestlohn war schon lange überfällig, denn er ist erschreckend zu sehen, wieviele Menschen bislang unter dem Mindestlohn gearbeitet haben. Jedoch muss sich in diesem Bereich auch in Zukunft noch einiges mehr tun, damit die Menschen auch endlich wieder von ihrem Gehalt leben können.

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