MdB Groneberg: Netzwerk-Forderungen finden in Berlin Gehör.

Die aktuellen Forderungen des Netzwerks für Menschenwürde in der Arbeitswelt (MidA) werden auch in Berlin diskutiert. Das konnte die Bundestagsabgeordnete Gabriele Groneberg am Mittwochabend im Gespräch mit Vertretern des Netzwerks mitteilen. Zurzeit sei ein Referentenentwurf aus dem Arbeits- und Sozialministerium in der Abstimmungsphase. Darin seien auch wesentliche Forderungen des Netzwerks enthalten, so Groneberg.

Die Bundestagsabgeordnete Gabriele Groneberg (links) im Gespräch mit Vertretern des Netzwerks MidA, darunter Audra Brinkhus-Saltys, Rainer Wilkens, Ludger Themann [Foto: MidA, Ilse Honkomp]

Die Bundestagsabgeordnete Gabriele Groneberg (links) im Gespräch mit Vertretern des Netzwerks MidA, darunter Audra Brinkhus-Saltys, Rainer Wilkens, Ludger Themann [Foto: MidA, Ilse Honkomp]

Im Mai vergangenen Jahres hatte das Netzwerk, seit 2012 als ein regionaler Zusammenschluss von 16 Organisationen vor allem aus Kirche, Gewerkschaft und Politik aktiv, im Bundesministerium für Arbeit und Soziales seine Forderungen vorstellen können. Dass trotz erheblicher Widerstände zum Jahresbeginn der gesetzliche Mindestlohn eingeführt wurde, wertet das Netzwerk als Erfolg. Vor einigen Wochen hatte MidA einen aktualisierten Forderungskatalog für menschenwürdige Arbeitsbedingungen vorgestellt.

Es gehe längst nicht mehr nur um die Fleischbranche, waren sich die Vertreter des Netzwerk und MdB Groneberg einig. Bundesweit seien in vielen Branchen selbst nach Einführung des Mindestlohns unter anderem durch Werkvertragsverhältnisse prekäre Beschäftigungsverhältnisse in großer Zahl festzustellen. Deshalb, so Groneberg, stehe das Thema seit Jahren auf der „Tagesordnung“ der SPD. Bundestagsfraktion und Arbeitsministerin Nahles seien entschlossen, in den nächsten Monaten durch entsprechende Gesetze gegenzusteuern. Die freiwillige Selbstverpflichtung der großen Unternehmen aus der Ernährungsindustrie sei Beleg, dass auch bei den Unternehmen Handlungsbedarf gesehen werde. Deshalb sei sie optimistisch, dass sich wie schon beim Thema Mindestlohn Arbeitsministerin Nahles jedenfalls in wesentlichen Punkten durchsetzen. „Dies ist auch im Interesse der vielen ArbeitgeberInnen, die durch faire Arbeitsbedingungen erhebliche Wettbewerbsnachteile gegenüber Unternehmen haben, die Gesetzeslücken zu massiven Einsparungen bei Personalkosten nutzen“, so Gabriele Groneberg.

Spread the word. Share this post!

Leave Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.